First Look: Gyakuten Kenji

206730-kenji_logo_superLange, lange habe ich auf dieses Spiel gewartet. Nach dem gegen Ende leider etwas enttäuschenden Apollo Justice (zumindest was die Story angeht), erschien vor Kurzem in Japan nach über zwei Jahren endlich der nächste Teil in einem meiner Lieblingsfranchises. Dieses Mal ist aber Einiges anders und anstatt wieder in die Schuhe eines Verteidigers zu schlüpfen, übernimmt man die Rolle des Staatsanwaltes Mitsurugi Reiji (oder im Westen besser bekannt als Miles Edgeworth).

Schon gleich nach dem kurzem Intro in dem es mal wieder einen Mord gab, fällt die erste große Neuerung auf: Man kann die Charaktere als Sprites herumlaufen sehen. Zwar wird bei Gesprächen immer noch auf die aus den Vorgängern bekannte Perspektive umgeschaltet, aber die vielen Sprites geben dem Ganzen einen deutlich lebendigeren Charme als die bisher starren Hintergründe.

Aber auch spielerisch hat sich einiges getan. Während der Nachforschungsphase steuert man Mitsurugi durch die verschiedenen Örtlichkeiten und untersucht so interessante Dinge. Dabei werden aber nicht nur normale Beweise sondern auch seltsame Hinweise gesammelt. Hinweise kann man dann durch das Logiksystem kombinieren und so ganz neue Schlußfolgerungen ziehen. Insgesamt ist hier deutlich mehr Nachdenken erforderlich als in den Vorgängern, in denen man durch einfaches Ausprobieren immer ans Ziel gekommen ist.

Sobald die Nachforschungsphase abgeschlossen ist, kann man sich schon mental darauf vorbereiten, dass es in Kürze zu einem Kreuzverhör kommen kann. Anstatt auf den Gerichtstermin zu warten, verhört Mitsurugi seine Gegner gleich vor Ort und versucht in ihren Aussagen Ungereimheiten zu finden. Durch den schnellen Wechsel zwischen Untersuchung und Befragung ist das Spieltempo deutlich höher als bei den Vorgängern.

960355-kenji06_superBei jedem Teil der Gyakuten Saiban Serie merkt man, dass die Entwickler immer besser werden Geschichten zu erzählen. Gyakuten Kenji ist hier auch keine Ausnahme und begeistert durch lustig geschriebene Dialoge und überraschende Wendungen. Besonders interessant für Fans der Serie sind die vielen kleinen Cameos aus alten Teilen. So sieht man im ersten Fall Auchi (Winston Payne bei uns) herumstehen, aber Mitsurugi kann sich nicht mal an seinen Namen erinnern, weil er so unwichtig ist.

Natürlich kann die Musik auch wieder begeistern und sowohl bekannte Remixe von bekannten Melodien als auch komplett neue Musik sind ein Hochgenuss. Besonders wenn man während eines Kreuzverhörs seine Gegner langsam fertigmacht, ist die Musik wie immer unglaublich befriedigend.

Ich bin im Moment noch im dritten Fall und habe wohl noch über die Hälfte des Spiels vor mir, aber ich bin überzeugt, dass mich auch der Rest des Spiels nicht enttäuschen wird.