Mrz
12
Yakuza 3 – Geschnitten bis zum Geht-nicht-mehr
Sega Fans haben es nicht einfach. Zum Einen erscheint ein schlechtes Sonic-Spiel nach dem Anderen (selbst an “Sonic 4 Episode 1″ mag ich nicht mehr glauben) und zum Anderen machen die Leute dort alles, um sich unbeliebt zu machen. Lange hat die japanophile Spielebevölkerung auf eine verständliche Version von “Yakuza 3″ gewartet und schließlich hat sich Sega dann doch erbarmt und den Titel übersetzt. Also könnten jetzt doch alle Spieler glücklich sein, oder? Leider hat niemand mit dem Lokalisierungsteam gerechnet, denn es wurden einfach rigoros komplette Teile aus dem Spiel herausgeschnitten. So ist die Hostess Bar zu japanisch und kann von den Westlern auf keinen Fall verstanden werden. Kurzzusammenfassung: Männer gehen dort hin, um mit hübschen Frauen zu reden und Alkohol zu trinken. Dabei kommt es in der Regel aber zu keinem Geschlechtsverkehr! Interessanterweise sind ist aber der Host Club (das Gegenstück für weibliches Klientel) natürlich im Spiel enthalten, wird aber in keinster Weise erklärt.
Das Quizspiel in der Spielhalle ist anscheinend auch zu japanisch. Neben diesen vorher bekanntgemachten Schnitten fehlt aber anscheinend noch einiges mehr im Spiel: So fehlen z.B. in Kapitel 3 und 4 schon knapp ein Viertel der Nebenmissionen. Als Argument wird der enorme Zeitdruck, unter dem die Übersetzung entsanden ist, genannt. Da das Spiel nun zum bestmöglichen Termin zwischen “Final Fantasy XIII” und “God of War 3″ erscheinen musste, hätten ein paar Wochen den Verkaufszahlen aber eher gut getan. Auch kann mir niemand erzählen, dass 12 Monate eine zu kurze Zeit für die Übersetzung war, die nicht einmal eine Synchrospur enthält. Stattdessen gibt es Ausreden über Ausreden und einen Publisher, der bei den Spielern immer mehr Ansehen verliert.
Die Hoffnung, dass es bei Yakuza 4 besser werden könnte, ist also wahrscheinlich ähnlich zwecklos, wie die Hoffnung auf einen guten neuen Sonic-Titel.
Mega64 fasst die Sache ganz einfach durch dieses Video zusammen:


