Sora no Woto – Mädels, Trompeten und der Krieg


Die Drei haben sich lieb!
Ach, was war ich von „Sora no Woto“ noch begeistert gewesen, als im Januar die erste Folge lief? Nicht nur gab es hier niedliche Mädels in einer seltsamen Zukunftswelt, in der allerlei Kulturen vermischt und einiges an Zivilisation verloren gegangen waren, sondern auch die Charakter-Designs und Animationen waren sehr schick. Leider blieb es aber nicht dabei.

Schon ab der zweiten Folge stürzte die Animationsqualität ins Bodenlose und selbst das Charakterdesign sah nicht mehr so schön wie noch in der ersten Folge aus. Dennoch wollte ich weiter darauf hoffen, dass zumindest die ganzen Andeutungen von seltsamen Kreaturen wie dem komischen Engelsskelett im See mir etwas Freude bereiten würden. Leider habe ich mich da vertan.

Zwar stellt sich am Ende heraus, dass der Engel aus einer Legende stammt, aber dabei bleibt es dann auch. Stattdessen wird mit dem Superpanzer, der irgendwie auch Musik spielen konnte in einer Folge (was aber später nicht weiter von Belang war), einfach aufs Schlachtfeld gelaufen und beide Seiten ein wenig mit der Kraft der Trompetenmusik paralysiert, bevor Rio, die sich als Prinzessin herausstellt, mit einem Friedensvertrag auftaucht. Und das ist alles Kram der in der letzten Folge passiert.

Da muss jemand dringend aufs Örtchen

Acht der insgesamt zwölf Episoden haben nur wenig Zusammenhang mit der Geschichte und sind einfach nur da, damit man den niedlichen Mädels beim täglichen Geschäft zuschauen kann. Besonders herausragend ist hierbei eine Episode, in der Kanata auf den Telefonapparat aufpassen muss. Aber da sie zu viel getrunken hat, endet es im Chaos, da sie ganz dringend auf Toilette muss. (Spoiler: Sie schafft es letztlich nicht aufs Klo.)

AIKa Zero – Panties, Panties, Panties

Die geretteten Mädchen schön aufgereiht

Mein erster Kontakt zu „Agent AIKa“ war auf der AnimagiC 1999. Vorgestellt als OVA-Serie mit den meisten Pantyshots, hatte die Reihe aber auch nichts weiter zu bieten als Höschen. Zusammen mit einer absurden Story, die häufig wenig Sinn ergab, gehört „AIKa“ wohl in keinster Weise zu den Hochleistungen des Animegenres. Dennoch wurden zwei weitere OVA-Serien produziert, die beide Prequels der Hauptserie sind.

„AIKa Zero“ ist hierbei das neueste Werk von Yamauchi Noriyasu, der dieses Mal nicht nur für Charakter Design sondern auch für Regie und Animationsregie verantwortlich war. Herausgekommen ist aber nur Murks.

Der Hinter ist der Schlüssel!

„AIKa Zero“ spielt nach „AIKa R-16: Virgin Missions“ aber noch vor „Agent AIKa“. Seltsame Dinge passieren in einer Schule und AIKa geht hin, um die Sache zu klären. Der große Feind sind Außerirdische Mädchen, die ihre komischen Lichttentakel durch die Unterhose bis direkt in die Wirbelsäule von Mädchen rammt und diese damit ausschaltet. Macht das irgendwie Sinn? Nein. Statt einer sinnvollen Story gibt es hier wieder Pantyshots en masse. Besonders lächerlich ist eine Szene, wo mit dem nackten Gesäß eines Mädels einer versiegelte Tür geöffnet wird. Vielen Dank. Ich glaube, jetzt habe ich alles gesehen.

Yakuza 3 – Geschnitten bis zum Geht-nicht-mehr

Wie im echten Leben: Ausländer müssen bei Hostess Bars draußen bleiben!

Sega Fans haben es nicht einfach. Zum Einen erscheint ein schlechtes Sonic-Spiel nach dem Anderen (selbst an „Sonic 4 Episode 1“ mag ich nicht mehr glauben) und zum Anderen machen die Leute dort alles, um sich unbeliebt zu machen. Lange hat die japanophile Spielebevölkerung auf eine verständliche Version von „Yakuza 3“ gewartet und schließlich hat sich Sega dann doch erbarmt und den Titel übersetzt. Also könnten jetzt doch alle Spieler glücklich sein, oder? Leider hat niemand mit dem Lokalisierungsteam gerechnet, denn es wurden einfach rigoros komplette Teile aus dem Spiel herausgeschnitten. So ist die Hostess Bar zu japanisch und kann von den Westlern auf keinen Fall verstanden werden. Kurzzusammenfassung: Männer gehen dort hin, um mit hübschen Frauen zu reden und Alkohol zu trinken. Dabei kommt es in der Regel aber zu keinem Geschlechtsverkehr! Interessanterweise sind ist aber der Host Club (das Gegenstück für weibliches Klientel) natürlich im Spiel enthalten, wird aber in keinster Weise erklärt.

Das Quizspiel in der Spielhalle ist anscheinend auch zu japanisch. Neben diesen vorher bekanntgemachten Schnitten fehlt aber anscheinend noch einiges mehr im Spiel: So fehlen z.B. in Kapitel 3 und 4 schon knapp ein Viertel der Nebenmissionen. Als Argument wird der enorme Zeitdruck, unter dem die Übersetzung entsanden ist, genannt. Da das Spiel nun zum bestmöglichen Termin zwischen „Final Fantasy XIII“ und „God of War 3“ erscheinen musste, hätten ein paar Wochen den Verkaufszahlen aber eher gut getan. Auch kann mir niemand erzählen, dass 12 Monate eine zu kurze Zeit für die Übersetzung war, die nicht einmal eine Synchrospur enthält. Stattdessen gibt es Ausreden über Ausreden und einen Publisher, der bei den Spielern immer mehr Ansehen verliert.

Die Hoffnung, dass es bei Yakuza 4 besser werden könnte, ist also wahrscheinlich ähnlich zwecklos, wie die Hoffnung auf einen guten neuen Sonic-Titel.

Mega64 fasst die Sache ganz einfach durch dieses Video zusammen: